Auf der Insel São Vicente im westafrikanischen Inselstaat Kap Verde liegt der höchst wahrscheinlich skurrilste Golfplatz der Welt. Kein einziger Grashalm lässt sich auf dem 18 Loch-Course, vor den Toren der beschaulichen Hafenstadt Mindelo, entdecken. Jeder Pitch wird begleitet von einem Staubwirbel aus Sand. Und wenn der Ball aufs „Grün“ fliegt, so trifft er dort eben nicht auf gedüngtes, wohl bewässertes, ständig gemähtes Gras, das einem Wohnzimmerteppich gleicht, sondern auf einen mühsam erstellten „Belag“ von Sand, der mit Altöl vermischt wurde. „Black“ nennt man hier das „Green“.


Dies ist die wahre Geschichte einer elitären Sportart, die ihre Wurzeln in der aristokratischen Oberschicht hat; mit einer Ausnahme: Die Geschichte vom „golfe popular“ der Kapverdischen Inseln. Was soviel bedeutet wie: Golf des Volkes.


Filmplakat „Die schwarzen Lords“

Nachdem die Niama-Film GmbH im Jahr 2010 den vielfach auf Festivals prämierten Kurzfilm „Das Rauschen des Meeres“ unter der Regie von Ana R. Fernandes und Torsten Truscheit produziert hat, befindet sich dieses Team aktuell in der Vorbereitung zur Verfilmung der einzigartigen und wahren Geschichte über die Schwarzen Lords.


Die Geschichte der Schwarzen Lords wird als ein internationaler abendfüllender Kinofilm produziert werden. Ein deutscher TV Sender ist bereits mit an Bord und zur Zeit finden Gespräche mit potentiellen weiteren nationalen und internationalen Finanzierungspartnern statt, die ebenfalls unsere Begeisterung für diese wunderschöne Geschichte teilen und die zeitnahe Realisierung unterstützen wollen.

Die in Stuttgart ansässige Niama-Film GmbH produziert seit ihrem Debut „The Red Baron“, das 2006 in Produktion ging, Kino und TV Formate für den nationalen und internationalen Markt.

Gründer und Geschäftsführer Thomas Reisser und sein langjähriger Partner, der Kölner Medienrechtler Marcus Machura, entwickeln mit Kreativität und Leidenschaft neue Projekte und arbeiten dabei sowohl mit regionalen, als auch nationalen und internationalen Talenten und Partnern zusammen.


Die ergreifende Geschichte der Schwarzen Lords ist dabei eine absolute Herzensangelegenheit der Niama-Film und soll das nächste gemeinsame abendfüllende Langfilmprojekt mit diesem talentierten Regieteam werden.

Das Projekt befindet sich zur Zeit in der Finanzierungsphase.


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Ana R. Fernandes & Torsten Truscheit


Die Co-Autorin und Co-Regisseurin Ana Rocha Fernandes stammt aus den Kap Verden. Bereits als Teenager lernte sie dort Antero Barros, der als Lehrer in ihrem Gymnasium unterrichtete, kennen. Seine Ausstrahlung hatte schon immer etwas Erhabenes. Er war ein  Vorbild für viele. Dass sie sich Jahre später so intensiv mit seiner Geschichte auseinandersetzen würde, hätte sie nicht vermutet. Für sie ist es eine Ehre einen so wichtigen Teil der Geschichte ihres Heimatlandes zu erzählen.


Wir freuen uns sehr für den Kinofilm den kapverdischen Weltstar Cesaria Evora gewonnen zu haben. Die Grammy-Preisträgerin wird durch ihre Musik der kargen, scheinbar verwunschen Landschaft nicht nur Leben einhauchen, die Atmosphäre der lebendigen Hafenstadt unterstützen, sondern sie wird maßgeblich das Lebensgefühl der kapverdischen Protagonisten transportieren.

Die Geschichte der Schwarzen Lords fängt 1928 an, als fast jedes Schiff in der portugiesischen Kolonie Kap Verde auf der Insel St.Vincent Zwischenstation einlegte, um Wasser und Kohle zu bunkern vor der Atlantikpassage gen Westen. Die Western Telegraph und die British Coal Company schickten eine handvoll Engländer genau hierher, um einerseits die Schaltzentrale des ersten Transatlantikkabels aufzubauen, andererseits die wichtigste Kohletankstelle der Seefahrt zu managen.

Als die „noblen“ englischen Ingenieure und Kaufleute erwartungsvoll die Gangway des mächtigen Kohleseglers herabstiegen, trauten sie ihren Augen nicht: Kap Verde war gar nicht so grün, wie es der Name versprach. Ihre im „Handgepäck“ mitgeführten Golfschläger sollten wohl nie wieder einen Grashalm berühren.


Die kapverdischen Bewohner von St.Vincent wunderten sich nicht schlecht, als sich Wochen später herausstellte, dass man mit diesen „Krückstöcken“ weiße Bälle durch die Luft schießen konnte. Hinter Büschen versteckt belächelten sie dieses merkwürdige Spiel, das die englischen Aristokraten in ihren weißen Gewändern und Tropenhelmen staubig zelebrierten.


Trotz des Verbotes sich dem improvisierten Golfplatz zu nähern, dauerte es nicht lange, bis die wagemutigsten kapverdischen Jungs mit selbst gebastelten Golfschlägern über das staubige Terrain liefen.


Golf spielen zu dürfen war für die Afrikaner nicht nur ein Kampf ums Spiel, sondern ein Kampf um Gleichberechtigung. Vielleicht unterschätzten die englischen Spieler dies, als sie wenige Jahre später ein erstes Golf-Match zwischen „England“ und „Cabo Verde“ zuließen. Die Augen des 92-jährigen Antero Barros strahlen noch heute, wenn er von diesem geschichtsträchtigen Kräftemessen spricht. Zusammen mit seinen kapverdischen Golffreunden gelang es ihm - mit selbst gebastelten Schlägern - seine „Meister“ zu schlagen.

Kap Verde, West Afrika, 1928: Durch seine Tante Chiquinha, die als Köchin bei dem englischen Telegraphingenieur Mc Dougall arbeitet, lernt der zwölfjährige Antero eine ganz neue Welt kennen. Die große Leidenschaft des Engländers fürs Golfspielen will Antero mit ihm teilen. Was er als Kind jedoch nicht ahnen kann, wird ihm als 22jähriger klar: Sein Traum, der erste Kapverdische Golfer zu werden, ist als Schwarzer im kolonialen Afrika unmöglich!


Doch aufgeben ohne zu kämpfen kommt für ihn nicht in Frage. Die wahre Geschichte der afrikanischen Golfspieler „Die Schwarzen Lords“, die den sportlichen Sieg über ihre aristokratischen Kolonialherren davontragen, symbolisiert den Kampf um die Selbstbestimmung eines ganzen Volkes.